Laktoseintoleranz - Die Vor- und Nachteile von pflanzlichen Milchersatzprodukten

20 bis 25 Prozent der Österreicher haben eine angeborene Laktoseintoleranz. Andere leiden unter einer Milch-Protein Allergie, mit ganz ähnlichen Beschwerden wie bei Laktoseintoleranz. Die Beschwerden reichen von Unwohlsein bis hin zu wiederkehrenden starken Magenschmerzen und Durchfall. Pflanzliche Milchalternativen stehen daher nach wie vor hoch im Kurs. Wir werfen einen Blick auf ihre Inhaltsstoffe.   

Wie sich Laktoseintoleranz bemerkbar macht

Betroffene wissen, wie es sich anfühlt, wenn der Darm Milchzucker nicht aufspaltet. Bei Laktoseintoleranz kann der Milchzucker aufgrund eines Enzymmangels – Laktase – nicht oder nur unzureichend verdaut werden. Daher gelangt der Milchzucker unverdaut in den Dickdarm und es treten Beschwerden wie Bauchkrämpfe, Übelkeit und Durchfall auf. Die Empfindlichkeit gegenüber Milchzucker ist individuell verschieden und hängt von der Laktose- bzw. Laktasemenge im Körper ab. Die Beschwerden treten meist eine Stunde nach Verzehr auf.

Die Milch Proteinallergie

Bei der Milch Proteinallergie reagiert der Körper entweder auf die in der Milch vorhandenen Caseine oder auf die Lactalbumine. Die Th2-Lymphozyten von allergischen Personen produzieren Antikörper speziell gegen das Protein beta-Lactoglobulin. Reaktionen treten in der Regel sofort nach der Einnahme auf. Durch die Freisetzung von Histamin können Beschwerden im Darm (Durchfall) oder auch auf der Haut und im Mund (Schwellung, Reizung, Atemnot) auftreten.

Die Vorteile von pflanzlichen Milchersatz

Hafermilch, Sojamilch, Mandel- und Reismilch. Das Angebot ist groß und jeder, der sich schon einmal durch das Angebot gekostet hat, hat seine ganz persönlichen Favorits. Gerade für Milchallergiker sind die pflanzlichen Alternativen zu Kuhmilch eine perfekte Möglichkeit, trotzdem weiterhin AKffe mit Milch und das geliebte Frühstücksjoghurt zu essen. Der Vorteil: Pflanzliche Milch enthält weder tierisches Eiweißt nich Milchzucker Beta-Laktoglobulin. Zudem sind sie fettarm und energiespendend, was sie auch für Sportler interessant werden lässt.

Ist der Umstieg auf Pflanzenmilch die beste Lösung bei Laktoseintoleranz?

Wird eine Laktoseintoleranz oder eine Allergische Reaktion bemerkt, folgt die Ernährungsumstellung. Vielen ist jedoch nicht bewusst, dass durch den Verzicht auf Kuhmilch dem Körper wichtige Nährstoffe – allen voran Calcium – fehlen. Wer daher vollständig auf Kuhmilch verzichten muss, sollte neben Pflanzenmilch auch andere tierische Alternativen in Betracht ziehen. 

Pro und Contra von Hafermilch

Hafermilch gilt als eine der beliebtesten Milchalternativen, sowohl geschmacklich als auch aus nachhaltiger Sicht. Betrachtet man allerdings die Inhaltsstoffe fällt auf, dass sie ziemlich arm an Nährstoffen und Proteinen ist. Diese pflanzliche Milchalternative enthält deutlich weniger Kalzium. Wir brauchen Calcium für den Aufbau von Knochen, Haaren und Zähnen sowie zur Abwehr von Entzündungen und Allergien.

Pro und Contra von Sojamilch

Ein weiterer pflanzlicher Klassiker ist der Sojadrink. Sehr gut geeignet für den Kaffee, da sie sich gut aufschäumen lässt. Allerdings hat Soja einen sehr eignen Geschmack und kann ungesüßt leicht bitter schmecken. Sojamilch liefert die wichtigsten Proteine, die der Mensch benötigt und enthält mit gerade mal 28 Kalorien pro 100 Milliliter nicht einmal halb so viele Kalorien wie Kuhmilch. Darüber hinaus ist sie reich an ungesättigten Fettsäuren und Folsäure. Allerdings enthält die Sojamilch nur etwa ein Fünftel des in Vollmilch enthaltenen Calcium und wird von einigen Herstellern sogar künstlich hinzugefügt.

Pro und Contra von Mandel- und Reismilch

Ähnliches gilt für Mandelmilch oder Reisdrinks. Gesunde Inhaltsstoffe wie pflanzliche Eiweiße, Vitamine, Mineralstoffe und Ballaststoffe sind in Mandelmilch kaum zu finden. In Kaffee flockt sie auf, zum Backen ist sie jedoch gut geeignet. Reisdrinks liefern hingegen fast so viele Kalorien wie Kuhmilch, durch die im Reis enthaltenen engergieliefernden Kohlenhydrate. Weitere wichtige Nähstoffe fehlen jedoch ebenso wie bei der Mandelmilch. 

Fazit

Pflanzenmilch kann eine gute Alternative zur Kuhmilch sein. Vor allem wenn man sie zum Herstellen von Süßprodukten als Ersatz hernimmt. Auch geschmacklich bringt sie Abwechslung in den Alltag und man kann viele neue Rezepte ausprobieren.

Jedoch bestehen sie zum großen Teil aus Wasser und bieten kaum Nährstoffe. Weiterhin haben viele pflanzliche Drinks von Natur aus einen hohen Zuckergehalt oder es werden ihnen noch Zucker zugesetzt – ebenso wie Kalzium und Vitamine.

Sie interessiert das Thema Milchalternativen bei Laktoseintoleranz? Was gibt es noch für Möglichkeiten? Lesen Sie hier mehr: 3 tierisch gute Alternativen zu Pflanzenmilch 

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