Neurodermitis heilen: Kamelmilch als eine der 3 natürlichen Möglichkeiten

geschrieben von Christiane Schinko, diplomierte Diätologin

Wie oft stellen sich an Neurodermitis Erkrankte die Gretchen-Frage:  Ist Neurodermitis denn überhaupt heilbar?
Die Grunderkrankung wohl nicht, aber es gibt ausreichend HANDLUNGSspielraum!

Das wünschen sich Betroffene dieser Hauterkrankung:

  • Milderung der Symptome
  • längere Phasen der Beschwerdenfreiheit
  • bessere Lebensqualität

Eine erfolgreiche Therapie setzt individuell und bereichsübergreifend = Mehr-Säulen-Prinzip, Lebensstil, an. 

Ein kurzer Überblick zu Neurodermitis

Definition

Bei Neurodermitis (oder atopisches Ekzem, auch atopische Dermatitis) handelt es sich um eine chronisch-entzündliche, schubweise auftretende, nicht ansteckende Erkrankung. Das Immunsystem reagiert dabei übersensibel und dadurch entzündungsfördernd.

Ursache

Unbekannt, Veranlagung ist vererbbar, mehrere Faktoren scheinen beteiligt

Auslöser

Hier gehen die Meinungen von Ärzten und Allergologen auseinander. Ein Teil sieht in Lebensmittelallergien mögliche Trigger.

Überlegt man sich: „Du bist, was du isst“ genau, so bildet alles, was wir uns zuführen, womit wir uns eincremen etc. die Basis unserer Physis, unseres Körpers, unserer Haut, der Zellen, da wir daraus unsere Substanz schaffen. Daraus kann man ableiten, dass Essen und Trinken einen großen Einfluss haben.

Und obwohl Neurodermitis damit nicht vollständig zu heilen ist, hat man eine mächtige Therapiemethode an der Hand.

Tatsächliche Neurodermitis?

Steht die Diagnose, indem andere Erkrankungen ausgeschlossen wurden, beginnt man mit der individuellen Therapie.

Die häufigsten Auslöser für Schübe bei Erwachsenen

Lt. Interview der Seite „MeinAllergiePortal“ mit Dr. med. Matthias Riedl, Diabetologe, Ernährungsmediziner, Internist und ärztlicher Leiter – Geschäftsführer am medicum Hamburg sind das „Psychische Faktoren, Pollen, Hausstaub, Lebensmittel und Lebensmittelzusatzstoffe, Temperatur-schwankungen, starkes Schwitzen und Tierhaare.

[…]Vielfach kann eine Ursache auch nicht eruiert werden. Der Nachweis von Beschwerden durch bestimmte Nahrungsmittel erfordert eine genaue Befragung, Selbstbeobachtung und Testung.“

Nahrungsmittelbedingte Triggerfaktoren (und verantwortlich für neurodermitische Schübe) sind der Erfahrung von Dr. med. Matthias Riedl nach u. a. Kuhmilch und Kuhmilchprodukte.  

Hier kommt der Kamelmilch die besondere Bedeutung zu

Kamelmilch kann aufgrund ihrer Eiweißeigenschaften als hochwertige, gut verträgliche Kuhmilch Alternative empfohlen werden, um die Lebensmittelauswahl zu erweitern.
Denn lt. Experten sollen nur jene Lebensmittel gemieden werden, bei denen eine Unverträglichkeit nachgewiesen wurde, um keine Mangelernährung zu provozieren.

Mit einer

  • immunsystem stärkenden ausgewogenen,
  • naturbelassenen (ohne Konservierungs-, Aromastoffe etc) Ernährung und
  • Tagebücher, in denen man z.B. festhält, was man wann gegessen und getrunken hat, ob und welche Symptome wann auftraten, wie man sich gefühlt hat, ob eine Stresssituation vorlag

lässt sich gut arbeiten.

Hier ist besonders hervorzuheben, dass man am besten Lebensmittel wählt, die antientzündliche Eigenschaften besitzen und natürlich auch keine Trigger für weitere Entzündungen darstellen.

Achtung Histamin! Bei Gemüse und Obst, die im besten Fall den Großteil unserer Ernährung ausmachen sollten (Aktion “5 am Tag”, sind manche Sorten histaminhaltig und verstärken Neurodermitis

Die Ernährungs-Docs (TV-Fomat, Dr. Med. Matthias Riedl ist Teammitglied) sagen über Alkohol, Kaffee und starke Gewürze, dass diese ebenfalls problematisch sein können, weil sie die Durchblutung der Haut steigern, was den Juckreiz verschlimmert […]

Mit 3 natürlichen Methoden Neurodermitis behandeln durch

a) Entspannung  (generell ein guter Mix aus Aktivität und Passivität)

 … denn sie steuert gegen!
Überhöhtes Tempo, andauernder Druck, Perfektionsdrang und das auffällige Hautbild erhöhen den Stresspegel im Körper und wirken krankheitsverstärkend.

b) Kamelmilch, denn sie beeinflusst gleich mehrere Bereiche!

Folgende Effekte werden ihr  zugerechnet: 

  • aktiv Darmgesundheit stärken  Kamelmilch ist natürlich pro-biotisch Diese Eigenschaft unterstützt das gesunde Bakterienwachstum im Darmmikrobiom 
  • Entzündungen hemmen
    Kamelmilch enthält bis zu 5 Mal mehr Vitamin C als Kuhmilch  Kamelmilch gilt als wahrer Booster für das Immunsystem. Ein halber Liter Kamelmilch entspricht fast dem empfohlenen Tagesbedarf an Vitamin C.
  • Reparaturmechanismen unterstützen Kamelmilch liefert gut verträgliches Protein für unser Immunsystem und für Zellaufbau + -erneuerung 
  • reichhaltige Hautpflege Elastin, Vitamin C und Lanolin sind typische Bestandteile bei der Herstellung von Cremes, Seifen und Bädern. Kamelmilch enthält sie alle von Natur aus.

c) einen  bewussten Ess- und Lebensstil = Self-Care!

Das vermeidet Infekte, unterstützt die Haut- und generell die körperliche Gesundheit speziell durch 

  • Sekundäre Pflanzenstoffe in Gemüse, Obst, bestimmten Nüssen (und Ölen)
  • Antioxidantien, Bsp. Vitamin C in Obst + Gemüse (Paprika, Kohlsorten, Beeren etc.) + Kamelmilch und Vitamin E in Weizenkeim- und Olivenöl
  • Omega-3 Fettsäuren; Quellen: Leinöl, Leinsamen, Walnussöl, Walnüsse, Rapsöl, Kaltwasserfische: Hering, Lachs, Makrele
  • Omega-6 Fettsäuren; Den „Ernährungs-Docs zufolge hilft 1 EL Gamma-Linolensäure in Hanf- und Borretschöl sowie Schwarzkümmelöl, ansonsten ist aber Vorsicht bei diesen Fettsäuren geboten! 

Ratsam ist ein Verhältnis von Omega-6 zu Omega-3 Fettsäuren von 5:1 lt. DGE (die westliche Ernährung liegt bei ~15:1) bzw. gilt 2:1 als entzündungshemmend.
Ins Lot bringen kann man das Verhältnis durch:

  • pflanzenbasierte,
  • Listenelement
  • weniger Fleisch - hier auch auf die Art der Fütterung achten (Mais- und Sojamehlfütterung lassen den Omega 6 Gehalt ansteigen) - bzw. Wildfleisch und
  • Kaltwasserfische
  • zuckerreduzierte Ernährung d.h. auch schnell resorbierbare Zucker wie in Weißmehlprodukten (niedrige Insulinspiegel verhindern die Bildung der entzündungstriggernden Arachidonsäure)
  • Sport, Bewegung
  • Reduzieren von Bauchumfang und Bauchfett auf ein gesunden Maß

Fazit

Eingehende Abklärung, genaue Informationen, individuelle Konzepte und adäquater Lebensstil geben und stärken die persönliche Handlungskompetenz Betroffener!

Über die Autorin

Christiane Schinko ist diplomierte Diätologin und Bewegungstrainerin. Sie kooperiert mit zahlreichen Institutionen im Bereich der Gesundheitsprävention und -beratung. Wenn sie nicht gerade über Gesundheitsthemen schreibt, motiviert und berät sie ihre KundInnen bei Mrs. Sporty.

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